Mein Erstlingswerk "Und ewig bleibt die Hoffnung" ist kurz vor Weihnachten 2005 im Engelsdorfer Verlag in Leipzig erschienen.
Dieses ist unter der ISBN-Nr.: 3-939144-33-9 in jeder Buchhandlung in ganz Deutschland bestellbar;
im Internet unter www.amazon.de oder unter www.engelsdorfer-verlag.de.
Das Buch kostet 6,60€
Direkte Verkaufsstellen sind:
Schreibwaren Kettner in Riedenburg (PLZ: 93339)
und
Buchladen Am Alten Markt
in 93309 Kelheim (Innenstadt).
Die regionale Presse hat seit der Herausgabe meines Buches ausführlich darüber berichtet.
Auch der Regensburger Radio- und TV-Sender interviewten mich als Autorin.
Mir wurde des Weiteren die große Ehre zuteil, dem Bischof von Regensburg mein Werk in einer Privataudienz persönlich überreichen zu dürfen. Auch für diesen Empfang beim höchst. kirchlichen Würdeträger zeigte die örtliche Presse großes Interesse.
Mit der Veröffentlichung einer Auswahl meiner verfassten Gedichte habe ich mir einen großen Herzenswunsch erfüllt.
Mein Lyrikband befasst sich mit den klassischen Themen der Liebe, der Freundschaft und dem Tod genauso intensiv wie mit dem großen Bekenntnis zum Glauben und der Frage nach dem Sinn des Lebens.
Ganz bewusst nahm ich jedoch auch heitere Momente des Lebens in meine veröffentlichte Gedichtsammlung mit auf, damit eine ausgelassene Stimmung nicht zu kurz kommt.
Mein Zugang zu dieser Welt war nie ein oberflächlicher, sondern immer schon ein sehr reflektierender, ergründender.
Vorbilder pflege ich beim Schreiben nicht. Die Texte ließen aus mir heraus - was mich berührt, wird von mir in poetische Zeilen umgesetzt.
Meine Werke zeigen einen ruhigen, fast prosaischen Fluss und sind sprachlich nicht kompliziert gefasst. Dies beruht auch darauf, dass ich mit meinen Gedichten möglichst jeden Menschen "erreichen" möchte. Es ist von mir gewünscht, dass mein Naturell, das einer Kämpferin, die nach vorne schaut, in jeder meiner Arbeiten im Vordergrund steht.
Nicht umsonst habe ich mir für mein Erstlingsbuch einen ganz besonderen Titel ausgesucht ...
Leseproben
Zum
Teufel mit der Kluft
Weit
haben
wir Menschen
es gebracht:
Nichts scheint
mehr unmöglich
zu erforschen,
zu erschaffen
und beinahe vollständig
zu heilen …
Und dennoch
leben wir in
einer scheinbar
verrückt gewordenen
Welt;
tut sich
der
Spalt zwischen
Arm und Reich
sichtlich immer weiter
auf.
Zum Teufel mit der
Kluft;
hat sie bei weitem
mehr an Gewicht
als die Ernte unserer
Lorbeeren.
Das Aufbäumen
des
kleinen Mannes
merklich zu recht;
Widersprüchlichkeit
vermag eine Lücke
nicht zu schließen …
©Marion Wein, 24.08.08

Meine
Heimat Riedenburg
(eine
Liebeserklärung an meinen bezaubernden
Geburts-
und Wohnort)
Mein Ursprung
liegt in deinem Schoß.
Eingepflanzt in mein
Herz,
hast du mir
drei silberne Rosen.
Nicht nur einmal
suchte ich bereits das
Weite.
Zu verlockend traten
die Aussichten in der
Ferne
zutage.
Nie hast du mich
je wirklich losgelassen;
zu tief verwurzelt
bin ich mit dir.
Für den
Rest meiner Tage
begebe ich mich
heim zu dir;
ich weiß, was ich an dir
habe.
Auch möchte ich
die ewige Ruhe finden
auf deinem goldenen
Flecken
Erde.
Riedenburg,
meine Heimat,
du bist so lyrisch,
so herrlich bayerisch
und deine Landschaft
so einmalig schön!
©Marion
Wein, 26.08.08
©M

Aus der Kraft
der Liebe
Das
Rad der Zeit um ein Jahrzehnt zurück gedreht,
wuchsen
mir Flügel aus einer einst erfahrenen Liebe.
Auf
Schwingen zärtlichster Träume glitt ich davon.
Ein
Land maßloser Freiheit,
in
dem Gefühlszwänge und Routine kapitulieren,
eroberte
ich mit meinem hauchdünnen Gefieder.
Einen
Ozean,
gefüllt
aus vergossenen Freudentränen,
überquerte
ich.
Einen
Horizont,
gespickt
mit satten Sternen erfüllter Liebesträume,
streifte
ich.
Die
Flügel legten ihren Zauber auf mein Gemüt,
mit
dem sie mich aus der Dunkelheit lotsten
und
mir den Weg ins Licht eröffneten.
Noch
heute,
und
obwohl jene Liebe längst gestorben ist,
schwebe
ich über himmelweite Glückswolken.
Das
unsterbliche Erlebnis vom blütenleichten Liebestaumel
bildet
ein hinterlassenes Vermächtnis an mich.
Zeit
meines Lebens
werden
mich diese bewegenden Erinnerungen tragen
-
bis sich die Flügel für immer von mir lösen.
c) MW
von
Marion Wein
21.03.2006
(veröffentlicht
in den Anthologiebänden „Notwendigkeit“ –Cenarius-Verlag-,
in „Das Leben schreibt das Leben“
–Engelsdorfer Verlag- und in
„Spiegel
der Seele“ –Lumen-Verlag-)
Die Hitze einer Nacht
Eine
Flut atemberaubender Nähe
überschwemmt
all unsere Sinne
und
entreißt uns jegliche Beherrschung.
Sanft
gleitende Fingerspitzen
überziehen
unsere Körper mit einem
unsichtbaren
Film prickelnden Genusses.
Hände
greifen ineinander
und
wollen sich eine Unendlichkeit lang
nicht
loslassen.
Und
während unser Lied erklingt,
treiben
wir im Strudel unbändigender Leidenschaft,
in
der sich unsere Herzen streicheln.
In
zu eins gewordenen Gedanken
begegnet
sich unser Geist.
So
schenken wir uns gegenseitig eine Beglückung,
mit
der feine Perlen aus dem erlebten Sinnesrausch
an
unserer Haut hinabrinnen.
Der
letzte Takt unseres Liedes
verstummt
in mitten der Hitze jener Nacht,
die
sich als unvergängliche Erinnerung
in
unserer Wahrnehmung verankert hat.
Die
Harmonie in der Melodie unseres Liedes
entflammt
in uns unaufhaltsam
wieder
und wieder
die
Hitze aus der einst durchgefühlten Nacht.
c)
MW
Riedenburg,
06.06.06
Marion Wein
Sommerregen
Er
ist es gewesen,
der uns
zusammen geführt
und unsere Herzen glücklich geweitet hat.
Wir ließen es geschehen,
was er in uns auslöste …
Einander
zuvor noch nie begegnet,
umwebte uns sanft die Berührung unserer Lippen.
Warmer Sommerregen
schwemmte die Macht der Liebe in unser Innerstes.
Festhalten wollten wir an diesem Gefühlstaumel
inmitten der Milde uns auf der Haut haftender Nässe.
Als wäre er einst ein gegenseitiges Versprechen gewesen,
an das wir uns all die Jahre angelehnt hatten,
trafen wir uns wieder
-
unser
Traum vom gemeinsamen Glück
neigte sich endlich ins Leben.
Seitdem genießen wir,
Hand in Hand,
jeden warmen Sommerregen
als unseren Pakt der Liebe.
Er ist es gewesen,
der uns auf den Weg der wahren Liebe gespült hat
und uns ein Leben lang vereinen wird.
So sehr dankbar sind wir ihm
-
dem warmen Sommerregen.
Riedenburg, 11.01.2007
von Marion Wein
c) MW
Manchmal …
Manchmal
…
denke ich noch an dich,
sehne ich mich noch nach dir,
spüre ich dich noch ganz nah
bei mir,
träume ich noch von dir,
glaube ich,
es war ein Fehler, dich gehen
lassen zu haben,
weil ich manchmal noch meine:
Ich liebe dich!
Manchmal
…
höre ich noch deine Stimme,
rieche ich noch deinen Duft,
nehme ich deine lieben Worte
noch wahr,
drängt dein Verlangen noch nach
mir,
weil mich manchmal die
Erkenntnis überzeugt:
Ich liebe dich jetzt noch!
Manchmal
…
besiegt mich in einsamen Stunden
der Gedanke
an unsere glückliche Zeit,
beherrscht mich unser Schwur der
immer währenden Zuneigung,
macht mich unser Lachen in der
Vergangenheit
abgrundtief traurig,
tötet mich das Einsehen,
es war ein Fehler, dich
verlassen zu haben,
weil ich manchmal nicht leugnen
kann:
Ich liebe dich für immer!
c)MW
Regensburg, 25.10.1996
von Marion Wein
(veröffentlicht im Lyrikband
von Marion Wein „Und ewig bleibt die Hoffnung“
ISBN-Nr. 3-939144-33-9; Engelsdorfer Verlag)

Der
Weg nach vorn
Unabsehbar weit,
in ein unbekanntes
Land führend,
so zeigt er sich
- der Weg nach vorn
…
Lohnt
es sich ihn zu begehen?
Beschert er einen gänzlichen
Neuanfang
und die Chance auf
Selbstfindung?
Verspricht
er Befreiung?
Vermag er die
Fesseln der Vergangenheit zu lösen;
siegt er über für
wahr gedachte Emotionen?
Unsicherheit hämmert
sich in die Gedanken.
Der Weg nach vorn
…
Den Mut aufgebracht,
die Startlinie zu überschreiten,
platzieren sich an
jeder Abzweigung Schilder,
die ausnahmslos
lediglich nach vorne zeigen.
Von der
eingeschlagenen Richtung nicht abzukommen,
dem neuen Terrain
treu zu bleiben,
verheißt die Geburt
einer klaren Sichtweise.
Der
Weg nach vorn also …
… darauf lasse ich
mich ein – Risiko.
Ich habe nie zu viel gesetzt – nie gepokert.
Aber der Punkt ist
erreicht:
Die Vergangenheit
soll nicht mehr länger den Weg,
der vor mir liegt,
pflastern.
Der
Weg nach vorn also …
… Kraft durchströmt
mich – Bereitschaft anzunehmen,
was auf mich zukommen mag.
Im selben Augenblick
drehe ich mich bewusst noch einmal um.
Die bisher zurückgelegte
Lebensstrecke missfällt mir
– nie mehr will
ich zurückblicken.
Der Weg nach vorn
zieht mich wie magisch an …
… Er ist bereits
mein gestecktes Ziel …
c)MW 28.03.2003
Riedenburg
Marion Wein
(veröffentlicht im
Lyrikband von Marion Wein
„Und ewig bleibt die Hoffnung“ – ISBN-Nr. 3-939144-33-9 -

Junger Tod
Es vergeht kaum ein Tag,
an dem die Erinnerung an dich nicht auflebt.
Denke ich an das, was dich sterben ließ,
so überfällt mich jedes Mal eine eisige Kälte.
Du
wurdest im gleichen Jahr geboren wie ich
und zum selben Zeitpunkt führte
ein jeder von uns beiden
einen unerbittlichen Kampf – den, der auf die
Diagnose Krebs folgt.
Ich frage mich, welche Mächte am Werk waren,
die das Urteil fällten,
dass du aus dem Leben gehen musstest
und ich weiterleben darf.
Viele Jahre vor deinem jungen Tod
hatten wir uns beide ganz und gar
aus den Augen verloren.
Doch niemals bin ich dir näher
gewesen als zu der Stunde,
in der du zu Grabe getragen wurdest
…
Unbegreiflich tief verbunden
fühle ich mich mit dir.
Stehe ich vor deinem Grab, so scheint es mir,
als würdest du mir den stillen Auftrag
erteilen,
ich solle das Beste aus meinem Leben machen
und die Chancen, die sich darin auftun,
allesamt nutzen.
Denn
du hast keine Gelegenheit mehr dazu
-
dein Leben ist für alle
Zeit vorüber.
Dies gibt mir Auftrieb und führt mir vor
Augen,
wie kostbar die begrenzte Existenz auf Erden
doch ist.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute,
da, wo du jetzt bist!
Und ich weiß ganz genau,
dass du dort zumindest die Erlösung gefunden
hast,
nie mehr wieder Schmerzen erleiden zu müssen.
c)MW
Für BIRGIT
Riedenburg, 01.10.2005
gest. 2005
von
Marion Wein
(veröffentlicht im Lyrikband von Marion Wein
„Und ewig bleibt die Hoffnung“ – ISBN-Nr. 3939144339 – Engelsdorfer
Verlag)

Öffne
die Augen
Die
Augen sind geöffnet.
Gerne
würde ich sie verschließen
vor
der bitteren Realität,
in
der ich lebe ohne Halt;
der
Boden entzieht sich meinen Füßen.
Ich
meine die schmerzende Wirklichkeit,
vor
der ich stehe ohne Zärtlichkeit
und
ohne auch nur eines Wortes der aufrichtigen Zuneigung;
regungslos
gleite ich von einen Tag in den nächsten.
Die Augen werden geschlossen
und
ich träume mir eine Welt,
in
der sich starke Hände mir tröstend entgegenstrecken,
mich
schützend halten und meine Seele berühren.
Eine Welt tut sich auf, in der tiefe Gefühle
meinen
Durst nach unermesslich großer Sehnsucht stillen.
Ich möchte meine Augen nicht öffnen
-
zu erfüllend ist der erlebte Zustand der Trance
und der unbeschreiblichen Glückseligkeit.
Doch
dann kommt der Moment,
in
dem ich mit wachen Augen das „Hier und Jetzt“ wahrnehme.
Großer
Mut, entsprungen aus blankem Überlebenstrieb,
lässt
mich einen Blick auf meine Zukunft erhaschen …
…
ein fernes Dasein, in dem ich die Wärme
und die Erfüllung finde, nach der
ich mich unendlich weit sehne.
Riedenburg, 01.08.2005
von Marion Wein
Mit
diesem Gedicht gewann ich beim Gedichte-Wettbewerb der Brentano-
Gesellschaft
in Frankfurt. Das Gedicht wurde in deren Jahrbuch 2006 veröffentlicht,
welches
im Handel erhältlich ist.
