Dichterin Marion Wein besucht Bischof: "Nur wenn man glaubt, kann man Hoffnung haben"

Marion Wein (rechts) mit Sohn Fabian Lukas und ihrer Mutter bei Bischof Gerhard Ludwig.
(pdr)
Kürzlich hat die Lyrikerin Marion Wein aus Riedenburg Bischof Gerhard
Ludwig in Regensburg besucht. Nach der Vorstellung ihres Lyrikbandes „Und ewig
bleibt die Hoffnung“ überreichte sie das Werk dem Regensburger Oberhirten.
„Mir wurde die Ehre zuteil, unserem höchsten kirchlichen Würdenträger in
der Diözese Regensburg, Bischof Gerhard Ludwig, mein Erstlingswerk persönlich
überreichen zu dürfen“, erklärte die Dichterin.
In jüngerer Vergangenheit war Frau Wein wiederholt schwer erkrankt. „Während
meiner Erkrankung habe ich gelernt, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Es ist
schön, wenn man gläubige Menschen um sich hat. Nur wenn man glaubt, kann man
Hoffnung haben.“ Bischof Gerhard Ludwig würdigte Marion Weins positive
Lebenseinstellung und Lebensmut trotz schwerer Krankheit.
„Ich schreibe bereits, seitdem ich 13 Jahre alt bin“, sagte die 31-jährige
Mutter. Die geborene Riedenburgerin hatte die Klosterschule in der Stadt an der
Altmühl besucht. Frau Wein stellte Bischof Gerhard Ludwig aus dem Band
besonders das Gedicht „Ein Kind der Liebe“ vor, das 1998 anlässlich der
Taufe ihres Sohnes entstand:
Ein Kind der Liebe
Du wurdest in die Welt geboren,
ohne gefragt zu werden.
Du wirst diese Welt und deren Menschen kennen lernen,
wie sie sind,
ohne gefragt zu werden.
In dieser Welt herrscht Gutes und herrscht Böses,
ohne gefragt zu werden.
Ein Leben der Stärke wie der gelegentlichen Ohnmacht
wirst du erfahren,
ohne gefragt zu werden.
Wir hoffen, du wirst Liebe bekommen und schenken,
ohne gefragt zu werden – weil du Christ bist.
Wir glauben, du wirst Bösem fernbleiben,
ohne gefragt zu werden – weil du Christ bist.
Wir hoffen und glauben, du wirst Stärke besitzen
und verbreiten, ohne gefragt zu werden – weil du Christ bist.
Ich, als Deine Mutter, eine Christin, übergebe dich
durch die Hl. Taufe in die Gemeinschaft der Christen,
also der mit Gott
- in der Hoffnung und in dem Glauben,
du wirst lieben und geliebt werden,
ohne dass man dich danach frägt,
wirst Böses abhalten und nicht spüren müssen,
ohne dass man dich danach frägt.
Als Christ, als Kind Gottes, wirst du glauben, hoffen und lieben,
ohne zu fragen,
denn du bist und bleibst ein Kind Gottes, also ein Kind
der Liebe.
Am Tag des Besuchs beim Beschof überreichte ich diesem ein zweites Exemplar meines Erstlingswerkes mit der Bitte, dieses an Papst Benedikt XVI weiter zu leiten.
Bischof Gerhard Müller versprach mir, diesen Wunsch zu erfüllen.
Bischof Gerhard Müller hat Wort gehalten. Ende April 2006 erreichte mich folgendes Antwortschreiben aus dem Vatikan:
